Selbstverständnis

Die Kirche als Gesamtheit der Gläubigen versteht sich als Volk Gottes.

Die Hoffnungsbotschaft Gottes im persönlichen und politischen Leben heute Wirklichkeit werden zu lassen, sieht die KAB als ihren spezifischen Auftrag. KAB versteht sich deshalb nach ihrem Grundsatzprogramm als Kirche.

Die KAB will Kirche in der Welt der Arbeit sein und die Anliegen der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in die Kirche einbringen.

Diesen spezifischen Auftrag setzt die KAB auf örtlicher Ebene zusammen mit dem Kreis- und Diözesanverband um, als Bildungsbewegung, als Soziale Bewegung und als Kirchliche Bewegung.

Bildungsbewegung

Als Bildungsbewegung lädt die KAB zu Informationsveranstaltungen, Vorträgen verschiedener Art, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein, ihre persönliche Bildung zu vertiefen und gibt Möglichkeiten der Meinungsbildung in dem Bereich der fast unüberschaubaren Flut an Informationen. Bildung bedeutet für die KAB nicht nur Wissensvermittlung, sondern es soll der Mensch in seiner Gesamtheit angesprochen werden.

Soziale Bewegung

Als Soziale Bewegung hilft die KAB durch Beratungen im Arbeits,- Sozial- und Steuerrecht, aber auch in vielen anderen Bereichen des Lebens von Arbeitnehmern und ihrer Familien. Sie vertritt ihre Mitglieder vor den Arbeits- und Sozialgerichten und hilft bei der Erstellung der Einkommensteuererklärungen.

Die KAB versteht sich als Sprachrohr der Arbeitnehmer und deren Familien im politischen Raum und vertritt dort auch deren Interessen.

Kirchliche Bewegung

Als kirchliche Bewegung bietet die KAB eine Vielfalt an Möglichkeiten sich mit dem Glauben auseinanderzusetzen, den Glauben zu vertiefen und den Sinn des Lebens zu finden. Exerzitien, Einkehrtage, Gemeinschaft, Gespräch, Besinnungstage und Familienwochenenden.

Frauen und Männer sind in der KAB gleichberechtigte Partner und so erstellen die Frauen Programmangebote, die spezielle Frauenthemen und Frauensituationen ansprechen, die in Wochenendkursen und Bildungstagen bearbeitet werden.

Positionen

Die „Pfarrkirchner Perspektiven“ sind eine Positionierung des KAB-Diözesanverbandes aus dem Jahr 1997

Die Anfänge

Die KAB entstand als Zusammenschluss von Arbeitervereinen, die sich seit Mitte des 19. Jahrhunderts als Bildungs- und Selbsthilfevereine konstituierten. 1849 gründete sich der erste Arbeiterverein u.a. als Unterstützungskasse in Regensburg. Ab 1860 entstanden die christlich-sozialen Vereine, die angesichts der „sozialen Frage“ gleiche politische, soziale und gesellschaftliche Rechte für die Arbeiterinnen und Arbeiter einforderten. Mit ca. 22.000 Mitgliedern im Jahre 1872 waren diese Vereine zusammengenommen die mitgliederstärkste Arbeiterorganisation in Deutschland.