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11.09.2013

Greenjobs sind nicht unbedingt gute Jobs. Arbeitnehmer aus vier Ländern diskutierten Zukunft des "grünen" Arbeitsmarktes

"Im Bereich der Erneuerbaren Energien sind zwischen 2004 und 2011 bis zu 381.000 Arbeitsplätze in Deutschland entstanden", so Berthold Goeke, Abteilungsleiter Klimaschutz im Bundesumweltministerium. Beim Vierländerseminar katholischer Arbeitnehmerorganisationen in Berlin referierte er, dass in einer Studie für Europa von sechs Millionen zusätzlichen Arbeitsplätzen im Klimaschutz ausgegangen wird. Greenjobs sind dennoch kein Garant für gute Arbeit, so ein Ergebnis des Seminars "Richtig Steuern in Europa! Zukunftsfähige Arbeit in einer nachhaltigen Wirtschaft", das das KAB-Europabüro in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Zentrum für Arbeitnehmerfragen (EZA) am vergangenen Wochenende in Berlin durchführte."

EZA-Studie zur EU-Strategie 2020

Zusätzliche Investitionen hat DGB-Referent Florian Moritz gefordert. Er stellte den Seminaristen einen europäischen Marshallplan vor. Um die Finanz-, Euro-, Wirtschafts- und Arbeitsmarktkrise zu stoppen, regt der Gewerkschaftsbund einen "Europäischen Zukunftsfonds" mit einem Konjunktur-, Investitions- und Aufbauprogramm an, um die Modernisierung der Industrie, der Verkehrssysteme, der Internetnetze und des Wohnungsbaus sowie Investitionen in Bildung, Pflegeeinrichtungen und einer nachhaltigen Wasserwirtschaft voranzutreiben. Moritz, verantwortlich beim DGB für europäische und internationale Wirtschaftspolitik sieht mit den Investitionen von jährlich 270 Milliarden Euro in Europa die Chance, neun bis elf Millionen Vollarbeitsplätze zu generieren.

Angesichts von 26 Millionen Arbeitslosen in Europa habe Europa kein Wettbewerbsproblem, sondern es fehle ein qualitatives Wachstum. "Derzeit werde in der Krise mit fehlender Wettbewerbsfähigkeit argumentiert. Konkret heißt dies Kosten senken und deregulieren!", so der DGB-Vordenker.

Die Deregulierung von Arbeitsverhältnissen in den letzten Jahren belegt auch der Zwischenbericht des EZA-Projektes zur Europa 2020-Strategie, in dem der Pakt für Wachstum und Beschäftigung in der EU kritisch untersucht wird. "Wir haben keine Erholung, die Arbeitslosigkeit steigt in der EU. Besonders der Verlust von mittel- und hochbezahlten Jobs konnten wir registrieren", erklärte Monique Ramioul vom belgischen "Hoger Instituut voor Arbeid". Auch die Internationale Arbeitsorganisation ILO verzeichnet den Verlust von sechs Millionen Arbeitsplätzen bei einem Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit, atypischer Arbeitsverhältnisse und der Jugendarbeitslosigkeit.

Ein Programmpunkt "Urban Gardening" war die Exkursion zum Prinzessinnengarten in Berlin

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