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30.04.2019

Erklärung von WBCA und KAB zum Internationalen Tag der Arbeit

Einsatz für Menschenwürde, Mitbestimmung und Nachhaltigkeit

Arbeit gehört untrennbar zur Würde des Menschen. Deshalb muss die von Gott gegebene Würde des Menschen für die Arbeit und die Arbeitswelt prägend sein. In Deutschland, Europa und weltweit haben Millionen von Menschen keine Arbeit, um sich und ihre Familien zu ernähren. Technisierung, Automatisierung und Digitalisierung dürfen nicht zum Ausschluss von Millionen Menschen führen. Die Ausbeutung von Ressourcen führt zu irreparablen Schäden und unmenschlichen Arbeitsbedingungen. Die Digitalisierung der Wirtschaft führt zu prekären Arbeitsverhältnissen; weltweit sind 60 Prozent im informellen Sektor beschäftigt: ohne soziale Absicherung, ohne Arbeitsrechte und bei schlechter Entlohnung.

Gemeinsam mit Papst Franziskus sagen wir ein „Nein“ zu einer „Wirtschaft der Ausschließung und der Disparität der Einkommen. Diese Wirtschaft tötet!“ (Evangelii Gaudium, 53). „Als Folge dieser Situation sehen sich große Massen der Bevölkerung ausgeschlossen und an den Rand gedrängt: ohne Arbeit, ohne Aussichten, ohne Ausweg.“

 

Wir fordern Arbeit für alle und existenzsichernde Löhne in der digitalen Arbeitswelt!

Hundert Jahre Internationale Arbeitsorganisation (ILO) haben weltweit längst nicht allen Arbeitnehmer*innen die Sozial- und Arbeitsrechte beschert, wie sie in den ILO-Arbeitsnormen vorgegeben sind. Millionen Arbeiter*innen werden grundlegende Arbeits- und Menschenrechte verwehrt. Arbeitnehmer*innen werden gehindert, Betriebsräte zu gründen und sich zu organisieren. Entwicklung zu Frieden, Fortschritt und sozialer Gerechtigkeit ist nur möglich, wenn alle Länder der Erde die ILO-Arbeitsnormen ratifizieren.

 

Wir fordern die weltweite Umsetzung der Mitbestimmungs- und ILO-Arbeitsrechte!

Arbeit und Arbeitsbedingungen führen immer noch zu Gesundheitsschäden und Tod. Menschenwürdige Arbeit bedeutet gesunde Arbeitsbedingungen und eine Arbeit, die für ein existenzsicherndes Auskommen sorgt. Europa braucht eine umfassende Regelung für einen existenzsichernden Mindestlohn in den einzelnen EU-Ländern. Global agierende Unternehmen müssen von der Politik gesetzlich verpflichtet werden, dass in ihren Produktionsketten die Arbeitsrechte und Mindestlohnstandards umgesetzt werden.

Wir fordern einen gerechten und nachhaltigen Mindestlohn in Europa und weltweit

Die Ausbeutung der Menschen und die Ausbeutung unserer Mutter Erde muss gestoppt werden. Frieden, Fortschritt und soziale Gerechtigkeit für alle Menschen sind nur möglich, wenn die Ziele für nachhaltige Entwicklung weltweit umgesetzt werden.

 

Kein Frieden ohne nachhaltige Entwicklung und Gerechtigkeit

WBCA/KAB -Bernhard Letterhaus-Str.26 – 50670 Köln – Germany – 0049 221 7722-0 – www.kab.de

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