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24.10.2018

KAB begeht Welttag für menschenwürdige Arbeit

Gedenken am Sterbeort von Arbeiterbischof Ketteler in Burghausen

Mit einem Kirchenzug machten sich Mitglieder und Freunde der KAB im Landkreis Altötting auf den Weg zum Sterbeort von Bischof Wilhelm Emanuel Freiherr von Ketteler. Am Eingangsbereich der Jugendherberge/Musikschule in Burghausen legten die Teilnehmer Rosen als Zeichen für menschenwürdige Arbeit und zum Gedächtnis an Ketteler an der Gedenktafel nieder.

Bischof Ketteler hatte ein Gespür für die Soziale Frage seiner Zeit und hat als Christ den Einsatz für soziale Gerechtigkeit als ein sehr wichtiges Anliegen vehement vertreten. Auch der Kampf für Freiheit war für Ketteler eng damit verbunden.

In seiner Ansprache zitierte KAB-Diözesansekretär Andreas Wachter den Arbeiterbischof: „Was helfen die so genannten Menschenrechte in den Konstitutionen, wovon der Arbeiter wenig Nutzen hat, so lange die Geldmacht diese sozialen Menschenrechte mit Füßen treten kann?“ Wachter betonte, dass Ketteler auch heute noch wichtige Impulse gibt und die Predigt im Sommer 1869 auf der Liebfrauenheide bei Offenbach bis heute als Magna Charta der christlichen Arbeiterbewegung gilt.

Im anschließenden Gottesdienst im Haus der Begegnung zeigte KAB Kreispräses Ludwig Samereier auf, wie es dazu kam, dass Ketteler in Burghausen starb. Er war auf der Rückreise von Rom nach Mainz und wollte in Burghausen einen Wegbegleiter besuchen. Allerdings war er schon bei der Hinreise erkrankt. Ein interessanter Bezug zu Altötting ergibt sich dadurch, dass er drei Mal in seinem Sterbejahr Gottesdienst in der Gnadenkapelle gehalten hat. Er war Altötting sehr verbunden, hat dort auch schon Exerzitien gemacht und an der Pforte hat ihn der Heilige Bruder Konrad begrüßt. Somit ist die KAB im Kreisverband Altötting ihrem Gründer besonders verbunden. Das Anliegen um menschenwürdige Arbeit ist mittlerweile weltweit Thema und so wurde vor elf Jahren der 7. Oktober als Tag für menschenwürdige Arbeit vom Internationalen Gewerkschaftsbund ins Leben gerufen. Gemeinsam mit den Partnergruppierungen in der Weltbewegung Christlicher Arbeiterinnen und Arbeiter (WBCA) fordert die KAB Deutschlands ein weltweites Recht auf menschenwürdige Arbeit.

 

Fotos und Bericht: Andreas Wachter

Die KAB Mitglieder machen mit Transparenten“#DIGITALE_ARBEIT_MENSCHEN_WÜRDIG“ auf den Welttag für menschenwürdige Arbeit am Sterbeort von Bischof Ketteler aufmerksam. Links im Bild KAB Kreispräses Ludwig Samereier und daneben Betriebsseelsorger im Bistum Passau Otwin Marzini

Kirchenzug der Teilnehmer vom Haus der Begegnung zum Jugendherberge in Burghausen, dem Sterbeort des Arbeiterbischofs Wilhelm Emanuel Freiherr von Ketteler

KAB Kreispräses Ludwig Samereier über die Umstände, dass der Mainzer Bischof in Burghausen gestorben ist. V.l.n.r. Pfarrer Ludwig Samereier, Betriebsseelsorger Diakon Otwin Marzini, Stv. KAB Diözesanvorsitzender Anton Ebner und Ortsvorsitzender in Erlbach Rudolpf May

KAB gedenkt am Sterbeort von Bischof Ketteler den Welttag für menschenwürdige Arbeit. Text der Gedenktafel an der Jugendherberge Burghausen: „Hier starb am 12. Juni 1877 auf der Rückreise von Rom der apostolische Bischof von Mainz Wilhelm Emanuel Freiherr von Ketteler. Gesegnet als Vorkämpfer für rechte und Freiheit der Kirche und des Arbeitnehmenden Volkes. In Dankbarem Gedenken zum 50. Jahre seines Todes Bischof und Priester der Diözese Mainz 1927“

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