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24.04.2018

Lebendige Diskussionen beim Burghauser Sozialforum

Macht. Politik. Sinn. - Politik wird erlebbar

Am 12. April fand wieder das jährliche Burghauser Sozialforum statt. Die Veranstalter DGB, ver.di und KAB (Katholische Arbeitnehmer Bewegung) im Landkreis Altötting luden ins Pfarrheim der Pfarrei Zu Unserer Lieben Frau in Burghausen unter dem Thema „Macht. Politik. Sinn.“ ein.

Politische Prägung fängt in der Familie an. Dieser Meinung waren die meisten der Podiumsgäste bei der einleitenden Frage der Moderatorin Angelika Görmiller. Die Diözesanvorsitzende der Katholischen Arbeitnehmerbewegung im Bistum Passau fragte nach der eigenen politischen Motivation und Prägung. Es ging am Abend darum, was Politik ist, ausmacht und was ihr Auftrag ist. Des Weiteren wurde das Thema Macht beleuchtet und was sie mit Menschen macht. Auch der Sinn hinter allem stand im Blickpunkt.

Larissa Wenger war die Jüngste auf dem Podium. Sie kam als Vertreterin der Katholischen Landjugendbewegung aus Zeilarn. Ihr politisches Engagement und Interesse wurde im Elternhaus durch Diskussionen am Mittagstisch geprägt. Bei der Bundestagswahl 2017 hat sie bei der Erstellung des Wahl-O-Mat in Berlin teilgenommen, hat schon bei Landtag live teilgenommen und bringt auch ihr politisches Engagement vor Ort bei der Katholischen Landjugend ein. Hier kann Sie ganz direkt berichtet, dass Politik für Junge Leute schwer zu vermitteln ist. Die Merkmale der Parteien sei sehr schwierig zu Unterscheiden. Es sei doch egal, wen man wähle, so die Jugendlichen vor Ort. Wenger hat hier eine klare Botschaft: Man muss wählen um Parteien, wie der AfD keinen Platz zu geben. Irritiert ist Wenger auch über die Debattenkultur im Landtag. Das schrecke eher ab als es zum politischen Handeln motiviere. Sie ist dafür, dass Mandate in denen man eine Macht übertragen bekommt, diese nach einem begrenzten Zeitraum zurückgeben muss. Macht, die durch Legitimation entsteht, ist aus ihrer Sicht in Ordnung.

Der Landtagsabgeordnete Günther Knoblauch hat sich schon immer vor Ort für andere eingesetzt. Durch gesellschaftliches Engagement und das sich Einsetzen wurde er letztendlich gefragt, ob er nicht für das Amt des Bürgermeisters kandidiere. Er ist ein erfahrener Politiker, der jahrelang als Bürgermeister von Mühldorf auf Kommunal- und jetzt als Landtagsabgeordneter auf Landesebene sich einbringt. Er fordert von der Gesellschaft mehr politisches Interesse. Im Landtag sieht er sich mit der SPD in einer weniger gestalterischen Rolle. Die absolute Mehrheit der CSU sei auf Dauer nicht gut. Die CSU muss sich mit viel nicht auseinandersetzen.

Auch Gisela Sengl sieht sich als Abgeordnete der Grünen nicht im Gestaltungspielraum der bayerischen Politik. Sie hat schon immer Interesse für Politik gehabt und sich engagiert. Es gilt für Sie „immer raus, immer in Diskussionen gehen“ und sich den Themen stellen als wesentlich: „Ich muss als Politiker auch etwas aushalten“ ist ihre Einstellung. Jedoch stellt sie fest, dass die Gesellschaft heute „kritischer als früher“ ist.  Als Biobäuerin hat sie sich immer schon gesellschaftlich eingesetzt. Sie sieht es als eine Notwendig, sich immer einzubringen und mit Themen auseinanderzusetzen.

Gisela Kriegl kommt aus der Kommunalpolitik. Sie ist im Gemeinderat in Emmerting und dritte Bürgermeisterin. Die Bürgernähe und die Auseinandersetzung sind auf kommunaler Ebene einfacher und direkter. Man ist auf der Straße ansprechbar. Sie sieht die CSU als eine Volkspartei, wo viele Meinungen Platz finden. Jedoch kritisiert sie, dass auch durch die Medien die Unterschiede der Parteien nicht herausarbeiten und ein „Einheitsbrei“ entsteht. Ihr Engagement zur Politik bekam sie hautsächlich aus der schulischen Bildung, im Elternhaus hatte sich wenig um Politik gehandelt. Ihr Weg zeigte auf, dass auch die Schule einen wichtigen Teil zur politischen Bildung und zum Engagement beitragen kann. Macht ist für sie Einfluss nehmen zu können.

Politik macht Sinn. Das ist das Resultat des Abends, Es braucht den Diskurs und Auseinandersetzung auch wenn es oft sehr aufreibend ist. Der Organisator des Abends, KAB Diözesansekretär Andreas Wachter, bedankte sich am Ende für die lebhafte und anregende Diskussion bei allen Teilnehmern und bei Angelika Görmiller für eine kurzweilige Moderation an diesem Abend.

Fotos (Peter Weise): v.l.n.r. Larissa Wenger, Angelika Görmiller, Gisela Kriegl, MdL Gisela Sengl und MdL Günther Knoblauch

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