Geht wählen........

Für eine solidarische und gerechte Zukunft

Die KAB Diözesanvorsitzende Angelika Görmiller ruft zur Teilnahme an der Bundestagswahl auf

Die drei letzten Wellen der Pandemie zeigten, die sozialen (ökonomischen u. ökologischen, gesellschaftspolitischen) Probleme in unserem Land haben sich nicht aufgelöst, sie wurden sichtbarer und in ihren Auswirkungen erdrückender und belastender. Trotzdem führte dies nicht zu einem (gesellschaftlichen und politischen) Wandel, sondern in der Fokussierung auf die Pandemie zu einem „Mantel des Schweigens“.  Akteure des „Unguten“ konnten im Schatten der Pandemie ungehemmter als jemals zuvor agieren.

Soziale Marktwirtschaft und Sozialethik versus Kapitalismus!

„Der Zweck einer kapitalistischen Ökonomie…ist die Verwertung des eingesetzten Kapitals“ (Winkler).

Die dazu notwendige Arbeitskraft wird primär unentlohnt durch die Sorgearbeit von Familien (und Frauen) zur Verfügung gestellt und geleistet. Dazu kommen die vielen Menschen, die durch ihre Arbeit im Pflege- u. Kitas/Schulen, im Einzelhandel – in Niedriglohngruppen, vielfach in Teilzeit – „systemrelevante“ Arbeit leisten.

Wer diesen Kreislauf unterbrechen will, muss sich für einen anderen Blick auf Leistung und Arbeit, vorrangig für eine gemeinwohlorientierte Wirtschaftsordnung und den Vorrang des Gemeineigentums einsetzen.

Wir müssen über Reichtum sprechen!

Das Anwachsen von (nicht leistungsbezogenen) Vermögen im Jahr 2020 um mehr als 8 % auf mehr als 205 Billionen € ist nicht der Skandal. Allerdings dessen ungerechte Verteilung auf eine kleine Gruppe von Menschen. Während viele Menschen ihren Job verloren haben, bzw. durch Kurzarbeit enorme Einkommensverluste ertragen mussten, blühen die Unternehmensgewinne und vervielfachen sich die (ererbten) Vermögen Einzelner.

Wohl gemerkt, es geht nicht um eine Neiddebatte, sondern um die solidarische und selbstverständliche gleichwertige Beteiligung aller an der Daseinsfürsorge des Staates.

Besonders schmerzhaft ist die Zunahme von Armut bzw. Armutsbedrohung bei Kindern. Keine der bisherigen Maßnahmen hat wirklich zu Armutsvermeidung und Chancengleichheit beigetragen.

Was ist Gerechtigkeit – aus christlicher Sicht?

Sich für Recht und Gerechtigkeit einzusetzen, gehört der Bibel nach zum selbstverständlichen menschlichen Handeln. Konkret beinhaltete das damals schon Forderungen, die noch heute gelten: Armut zu bekämpfen, Notleidenden zu helfen, gegen Willkürherrscher aufzustehen und für die Wahrung der Menschenwürde einzutreten. "Gerechtigkeit erhöht ein Volk". Nicht Frömmigkeit allein ist die Anforderung an uns Christen, sondern wie wir dazu beitragen eine gerechtere, solidarische Lebenswirklichkeit zu schaffen.

Sprechen wir über tatsächliche und gefühlte Ungerechtigkeit!

Wenn Menschen sich ungerecht behandelt, ausgegrenzt, neigen manche zu einfachen Lösungen, die gerne von“ Menschenfängern“, von pseudodemokratischen Parteien und Organisationen, angeboten werden. Sie versuchen sich u. ihre Anliegen, ihre Existenzsicherung vorrangig zu sichern in Abgrenzung zu anderen, scheinbar weniger betroffenen. Dabei werden Gruppen als Gegner festgemacht: die Sozialschmarotzer, die Migranten…und ihnen die Zugehörigkeit zu unserer Gesellschaft abgesprochen und damit jegliche Würde. Zeigen wir ihnen die rote Karte.

Was ist nun Auftrag der Politik?

Nicht Neoliberalismus und Lobbyismus, sondern lt. Grundgesetz Gemeinwohl hat Vorrang vor allem. Daran haben sich alle Wahlprogramme messen zu lassen. Nicht der Zeitgeist gibt vor.  Alle Maßnahmen, alle ökologischen Fortschritte haben sich daran messen zu lassen, wie sie zukunftsgerichtet wirksam werden und gleichzeitig sozial verträglich sind bzw. durch entsprechende Maßnahmen und Hilfen abgefedert werden. Der Mensch und seine Würde stehen lt. Grundgesetz im Mittelpunkt und Auftrag des Staatl. Handelns. Das ist nicht zum Nulltarif erhältlich. Was auf die Bürger zukommt, muss ehrlich gesagt werden und die Belastungen dem Leistungsvermögen der Einzelnen angepasst sein.

Wahlen….

Sind Ausdruck der Legimitation von politisch Handelnden und demokratisches Grundrecht von uns Bürgern. Bitte nehmen Sie sich Zeit und hören Sie den Kandidat*innen und Parteiverantwortlichen zu. Informieren Sie sich über die Wahlprogramme und ihre Umsetzung.

Und entscheiden Sie -

für eine gute solidarische und gerechte Zukunft

Ich bitte Sie,

Gehen Sie wählen!

Ihre Angelika Görmiller, KAB Diözesanvorsitzende

Angelika Görmiller, Diözesanvorsitzende

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