„Generationenvertrag passé - ist die Party schon gelaufen?“.

Diese Frage stellten sich die Teilnehmenden am Vortragsabend in Hengersberg - spannender Vortrag zur Zukunft der Rente

Nicole Polleichtner, KAB Diözesansekretärin in Freyung und 17 Teilnehmer gingen den wichtigen Fragen des Generationekonfliktes am Vortragsabend im Pfarrheim in Hengersberg auf den Grund. Damit alle den gleichen Wissenstand haben, gab es zu Beginn einen kurzen Überblick darüber, was der Generationenvertrag überhaupt ist und wann und warum er entstand. Im Laufe des lebendigen Vortrages wurde unter anderem das viel zitierte Vorurteil beseitigt, dass die Wiedervereinigung zu einer massiven Erhöhung der Rentenbeiträge geführt hätte und an der Misere der Rente die Hauptschuld trage. Des Weiteren kam heraus, dass man Statistiken nur „richtig“ interpretieren muss, damit sie zur eigenen politischen Argumentation passen und die wenigsten wissen, was mit Rentenniveau eigentlich gemeint ist. Das Allheilmittel der Politik um das System noch zu retten ist eine Erhöhung des Renteneintrittsalters und versteckte Rentenkürzungen.
Die Zuhörer im Alter von 38 bis 83 Jahren beteiligten sich engagiert an der Diskussion und waren sich einig, dass dies zu kurz gedacht ist und das Problem langfristig nicht lösen wird. Vielmehr müsste an mehreren Stellschrauben gedreht werden, zum Beispiel eine bessere Familienpolitik, ein höheres Lohnniveau damit private Vorsorge möglich ist und man sich Familie leisten kann, wieder mehr Betriebsrenten und vieles mehr.

Fazit des Abends war, dass sich dringend etwas ändern muss und die KAB immer noch in ihren Kernthemen gefragt ist und sich engagiert für ihr Rentenmodell einsetzen muss.

>>>Sabine Oftenwanger

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