In den KAB Ortsverbänden wird viel für die Kinder in den großen Ferien angeboten. Hier eine kleine Auswahl der Aktivitäten:
Allerlei Nützliches aus dem 3D-Drucker
Nachdem im Vorjahr der Workshop zum Thema 3D-Druck mit BayernLab so begehrt war, bot der KAB OV Burgkirchen/ALz dies heuer erneut mit großem Zuspruch an. Maria Blumberger und Renate Herzog als Betreuer von der KAB begrüßten die Ferienprogrammkinder und die Referenten Christopher Trengert und Andi Sachsenhammer von BayernLab Traunstein. Sogleich erklärten die Herren von BayernLab den Ferienprogramm Teilnehmern die Aufgaben von BayernLab. Nämlich den Bewohnern des Freistaats die Digitalisierung näher zu bringen. BayenLab gibt es 13x in Bayern, an ihrem Standort im Vermessungsamt Traunstein kann man BayernLab gerne auch besuchen. Man kann das als modernen Museumsbesuch sehen und darf dort auch viel ausprobieren, z.B. 3D-Druck, VR- Brille, Flugsimulator für Drohnen und vieles mehr. Ein Schaufenster für digitale Innovation und neueste Technik, kostenfrei für alle Interessenten. Nach kurzem theoretischem Input über das 3-D Druckverfahren, das als additives Fertigungsverfahren bezeichnet wird, wurde den Kids erklärt, dass die Werkstücke schichtweise aufgebaut werden, und dies zahlreiche Vorteile biete. Am Ende bekamen die Kids noch einen Zugangscode, mit dem sie daheim Kostenlos arbeiten und eigene Ideen entwickeln können. Zur großen Freude und zum Andenken an einen tollen Ferienvormittag übergab Andi Sachsenhammer von BayernLab noch an alle einen 3D-Gedruckten Flaschenöffner mit Pfeife, welche natürlich sofort vor dem Pfarrheim ausprobiert wurde.
>>>Maria Blumberger
Wissen über Fledermäuse vermittelt
Viel Interessantes über die nachtaktiven Fledermäuse haben fünfzehn Kinder im Rahmen des Erlbacher Ferienprogrammes erfahren. Zum Basteln von Fledermaus-Kästen, sowie einer Fledermaus-Exkursion hat die KAB Erlbach eingeladen. Um 18.00 Uhr trafen sich die Teilnehmer bei der Familie Spateneder in der Leonberger-Straße, um unter Anleitung von Vorstandschaftsmitgliedern Kästen für den Unterschlupf von Fledermäusen zu basteln. Alois Spateneder hatte bereits die Bauteile vorgefertigt, die von den Kindern noch zusammengesetzt und verschraubt werden mussten. Diese sollen in etwa drei Meter Höhe angebracht werden. Anschließend konnten die Kinder am „Nagelstock“ ihre Treffsicherheit mit dem Hammer beweisen. Nach einer Brotzeit wurden die Kinder zum Reischacher Badesee gefahren, wo sie von der Fledermaus-Expertin des Landkreises, Frau Dr. Dorothea Friemel, mit einem Gedicht über die „Fledermaus Felicitas“ begrüßt wurden. Frau Frieml erklärte den Kindern, dass es bei uns rund 25 Arten dieser kleinen Nutztiere in verschiedenen Größen gibt. Dabei ist das „Große Mausohr“ mit dreißig Gramm Gewicht die größte Art und die kleinsten wiegen nur rund vier Gramm. Es sind Säugetiere mit einer Lebensdauer von acht bis zehn Jahren, die sich von Insekten ernähren. Dabei vertilgen sie täglich bis zu einem Drittel ihres Körpergewichtes, das entspricht etwa bis zu viertausend Mücken. Ihre Ausscheidungen sind ein wertvoller Dünger für den Garten. Bei ihrer nächtlichen Jagd orientieren sie sich per Ultraschall. Diese Laute konnten die Kinder mit einem Audiogerät hören. Außerdem konnten sie bei bereits eingesetzter Dunkelheit mit einem Nachtsichtgerät den Flug der Fledermäuse verfolgen. Tief beeindruckt von diesen kleinen, nachtaktiven Nutztieren, wurde die Heimfahrt angetreten und die gebastelten Fledermauskästen mit nach Hause genommen.
>>>Konrad Hochhäusl
Wildkräuterwanderung mit Geschmack
Ein besonderer Ausflug fand am 07.08. bei strahlendem Sonnenschein in Perach statt. Die KAB Reischach hat zu einer Wildkräuterwanderung geladen. Eine neugierige Gruppe war bereit für ein Abenteuer der besonderen Art: Die Suche nach Urgemüse und essbaren Wildpflanzen. Mit Körben bewaffnet und festem Schuhwerk ging es los. Die Natur zeigte sich von ihrer üppigen Seite – überall wuchsen Kräuter, Wurzeln und Pflanzen, die auf den ersten Blick kaum voneinander zu unterscheiden waren. Doch zum Glück war Astrid Maier, eine ausgebildete Fachberaterin für essbare Wildpflanzen, mit dabei. Sie führte die Gruppe mit sicherem Blick und viel Fachwissen durch die heimische Wiese.
„Man muss genau hinschauen“, erklärte Maier, während sie eine Pflanze vorsichtig aus dem Boden zog. „Viele Kräuter sehen ähnlich aus, aber nicht alle sind für den Verzehr geeignet.“ Mit praktischen Tipps und spannenden Geschichten aus der Pflanzenwelt machte sie die Wanderung zu einem lehrreichen Erlebnis.
Nach der erfolgreichen Sammelaktion und einer genauen Korbkontrolle ging es zurück zu Astrids „Traumgarten“. Gemeinsam mit Julia Peterbauer wurde Klee, Spitzwegerich, Löwenzahn und Co zu Dips, Kräuterbutter und Salaten verarbeitet. Der Duft von frischen Kräutern lag in der Luft und als Krönung konnten die Sammler noch ihre Focaccia belegen und im Pizzaofen backen. Ein Teilnehmer stellte fest: “Eigentlich kocht bei uns nur die Mama, nicht mal Papa kann das. Aber eigentlich gefällt mir das auch sehr gut, vor allem, weil es soo guad schmeckt.”
Die Veranstaltung war nicht nur ein kulinarisches Highlight, sondern auch ein Beitrag zur nachhaltigen Ernährung und zum bewussten Umgang mit der Natur. Viele Teilnehmer zeigten sich begeistert und kündigten an, künftig selbst auf Kräutersuche zu gehen – natürlich mit dem nötigen Wissen im Gepäck.
>>>Julia Petermüller
Mit Fledermaus Flori durch Schöllnachs Geschichte
In den Ferien Spaß haben und dabei auch noch etwas lernen? Dass das geht, bewiesen elf Kinder die an der Schnitzeljagd der KAB Schöllnach teilnahmen. Fledermaus Flori stellte ihnen knifflige Aufgaben und Rätsel die sie nicht nur durch Schöllnachs Geschichte sondern auch durch Floris Ahnentafel lotsten. Gestartet wurde in Floris Zuhause in der Kirche, die selbstverständlich einiges an Historischem zu bieten hat. Über Wasserschloss und Marktplatz gelangte die Gruppe zum alten Hallenbad und heutiger Realschule. Bevor es den letzten Hinweis auf dem Weg zum Schatz gab, mussten die Kinder noch ihr Können als Ritter unter Beweis stellen. Mit Ritterhelm, Steckenpferd und Lanze galt es einen Luftballon zum Platzen zu bringen. Nachdem auch diese Aufgabe mit Bravour gemeistert wurde, war das Auffinden der Schatzkiste ein Kinderspiel. Zum Abschluss der Reise durch die Geschichte gab es zur Stärkung noch ein Eis aus dem Hier und Jetzt.
©Sabine Offenwanger