Zwanzig Leute haben sich im Klösterl Neuötting eingefunden, um interessiert dem lebendigen Vortrag von Sr. Marika Wippenbeck zu folgen. In ihrer Präsentation stellte sie den historischen Werdegang des Heilig Kreuz Ordens, ausgehend von Menzingen (Schweiz) nach Altötting dar. Sie schilderte eindrucksvoll, wie die Schwestern ihre Gemeinschaft in Altötting, Neuötting, München, Büchlberg, Eging und Mussenhausen leben. Alle dem Orden angehörenden Frauen haben Berufe, mit den sie sich im Gemeinschaftsleben einbringen. Im Jahr 1896 wurde von St. Elekta ein Anwesen in Altötting erworben und im Jahr 1901 ein zusätzlicher Neubau (heutiges Kreszentiaheim) erstellt, in dem Frauen für die Mission in Indien, Afrika und Lateinamerika ausgebildet werden. Schwester Marika fand es stimmig, dass die anwesenden Mitglieder der Arbeitnehmerbewegung KAB sich auch für die wirtschaftliche/finanzielle Situation des Ordens interessierten. Sie erwähnte bei der Gelegenheit, dass die Gemeinschaft auch immer auf der Suche nach Investoren ist, die die Räumlichkeiten des Ordens für nahestehende Betätigungsfelder nutzen, welche z. B. auch der Erziehung, Ausbildung und Pflege dienen. Auch schilderte sie kurz ihren persönlichen Werdegang und die Reaktionen aus dem näheren Umfeld, als sie sich entschloss, den Schwestern vom Heiligen Kreuz im Jahr 1995 beizutreten. Als Schlussfolgerung aus dem Vortrag ergab sich auf alle Fälle, dass Orden durchaus noch zeitgemäß sind.
>>>Ulrike Bruckmoser