Der KAB OV Altötting konnte in diesem Jahr 1850 Euro an die schwäbische Malawihilfe spenden. Das Geld hatten die Mitglieder der Ortsgruppe beim Weinfest im Oktober vergangenen Jahres sowie beim gemeinsam mit dem Frauenbund veranstalteten Advents-Basar erwirtschaftet. Insgesamt hat die Ortsgruppe der KAB in den letzten knapp 15 Jahren damit fast 25.000 Euro zu den privaten Entwicklungshilfeprojekten in dem zentralafrikanischen Land beigetragen.
Der pensionierte Diakon Alois Held aus Tannhausen, dessen Tochter Maria 2004 als Entwicklungshelferin in Malawi war und das Ganze ins Rollen brachte, berichtete Mitgliedern der KAB-Ortsgruppe im Zuge der Übergabe vom aktuellen Stand. Nach dem ursprünglichen Projekt, dem Taubblindenzentrum Chizombezi im Süden von Malawi, ist ab 2017 in der Mitte des Landes, bei Salima, ein weiteres Projekt der „Schwestern der heiligen Jungfrau Maria“ entstanden. Weil die Schülerzahl an der dem Heiligen Franz von Assisi geweihten Schule am „neuen“ Standort“ zuletzt sprunghaft von 650 auf 1500 gesunde Kinder angewachsen ist, hat man im Juli 2025 dort aus hiesigen Mitteln zwei neue Wasserquellen erschlossen, sowie zwei weitere Toilettenhäuser gemauert.
Weiterhin ist 2025 das Internatsgebäude für die 45 taubblinden Mädchen eingedeckt worden und auch für die betreuenden acht Schwestern konnte ein Haus mit Kapelle, Küche und Aufenthaltsraum gebaut werden. Die Versorgungsgebäude der kleinen zugehörigen Landwirtschaft wurden als erstes gebaut.
„Insgesamt haben wir schon mehr als 600.000 Euro für Malawi gesammelt“, blickt Alois Held auf die letzten 20 Jahre zurück. Damit habe man auch Nothilfe geleistet, da es in Malawi regelmäßig sowohl zu Dürren, als auch zu Fluten kommt.
Um das Ganze nachhaltiger zu gestalten, sei nun geplant in Salima noch eine Solaranlage zu installieren. Doch das sei einfacher gesagt, als getan: „Hierzulande sind Solarpanele inzwischen sehr billig, aber in Malawi würde eine 10 KWp-Anlage umgerechnet 75.000 Euro kosten“, so der gebürtige Altöttinger. Allerdings könne man dann beispielsweise Wasser in einen Hochbehälter pumpen, um eine bessere Versorgung der vielen Menschen sicherzustellen.
Infos zum Malawiprojekt von Alois Held: Schwäbische Aufbauhilfe für Malawi e.V.
pb