Moderne Fertigung und vielfältige Ausbildung in einem weltweit tätigen Unternehmen

KAB-Kreisverband Freyung-Grafenau zu Gast bei Knorr-Bremse in Aldersbach

Eine Delegation des KAB-Kreisverbandes Freyung-Grafenau besuchte kürzlich den Produktionsstandort der Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH in Aldersbach. Im Mittelpunkt der Betriebsbesichtigung standen die moderne Fertigung sowie die vielseitigen Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten des weltweit tätigen Unternehmens.

Begrüßt wurde die Gruppe von Andreas Schinhärl, Ausbildungsleiter am Standort Aldersbach. Als Leiter der Berufsausbildung und Mitglied des Prüfungsausschusses für Metallberufe verfügt er über langjährige Erfahrung in der Ausbildung junger Fachkräfte. Zu Beginn stellte Schinhärl das Unternehmen in einer anschaulichen Präsentation vor und vermittelte interessante Einblicke in die Geschichte, Entwicklung und Zukunftsperspektiven des Werkes.

Knorr-Bremse zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Bremssystemen für Nutzfahrzeuge und Schienenfahrzeuge. Das Unternehmen wurde 1905 von Georg Knorr in Berlin gegründet und entwickelte sich zu einem international tätigen Technologiekonzern. Der Standort Aldersbach wurde im Jahr 1980 mit rund 25 Beschäftigten gegründet. Heute arbeiten dort etwa 1.050 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Werk ist Teil eines internationalen Produktionsnetzwerks und zeichnet sich durch modernste Fertigungs- und Logistikprozesse aus.

Werksleiter Gerhard Schwarz verantwortet den Standort, an dem hochwertige Komponenten für die Bereiche Wheel End, Chassis Systems, Steering, Drivetrain und Trailer produziert werden. Zu den besonderen Kernkompetenzen zählen die Zerspanungs- und Oberflächentechnologie für sicherheitsrelevante Scheibenbremssysteme. Eine eigene Versuchsabteilung gewährleistet die kontinuierliche Weiterentwicklung und Prüfung der Produkte unter höchsten Sicherheitsstandards.

Beeindruckt zeigte sich die Besuchergruppe von den hohen Qualitätsansprüchen des Unternehmens. Eine konsequente Null-Fehler-Strategie, umfangreiche End-of-Line-Prüfungen sowie moderne Qualitätsmanagementsysteme sorgen dafür, dass jedes Bauteil den strengen Anforderungen der internationalen Kunden entspricht.

Auch im Bereich Digitalisierung und Innovation setzt der Standort Maßstäbe. Additive Fertigung, ein eigener Werkzeugbau sowie der zunehmende Einsatz von Robotik und Künstlicher Intelligenz prägen die Produktion. Besonders beeindruckend war die vollautomatisierte Logistik im Neubau, in der Paletten automatisch eingelagert und verwaltet werden. Tablets an den Arbeitsplätzen unterstützen die Beschäftigten bei der digitalen Fertigung und Dokumentation.

Ein besonderer Schwerpunkt des Besuchs lag auf der Berufsausbildung. Derzeit absolvieren 68 Auszubildende ihre Ausbildung bei Knorr-Bremse in Aldersbach. Angeboten werden unter anderem die Ausbildungsberufe Industriemechaniker, Zerspannungsmechaniker, Elektroniker, Fachkraft für Lagerlogistik, Industriekaufmann beziehungsweise Industriekauffrau sowie Fachinformatiker. Darüber hinaus investiert das Unternehmen intensiv in die Weiterbildung seiner Beschäftigten – von Zusatzqualifikationen über Umschulungen und Teilqualifizierungen bis hin zu weiteren berufsbegleitenden Entwicklungsangeboten.

Zum Abschluss führte Andreas Schinhärl die Gäste durch die modern ausgestattete Ausbildungswerkstatt. Dort konnten sich die Mitglieder des KAB-Kreisverbandes persönlich davon überzeugen, unter welch hervorragenden Bedingungen die Fachkräfte von morgen ausgebildet werden. Moderne Maschinen, digitale Lernmittel und eine praxisnahe Ausbildung bilden die Grundlage für eine qualifizierte Vorbereitung auf das Berufsleben.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bedankten sich herzlich für die informative Führung und die offenen Einblicke in ein innovatives Industrieunternehmen der Region. Der Besuch verdeutlichte eindrucksvoll, welche Bedeutung eine hochwertige Berufsausbildung, moderne Technologien und kontinuierliche Weiterbildung für die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Niederbayern haben.

Im Anschluss an die Betriebsbesichtigung besuchte die Delegation des KAB-Kreisverbandes Freyung-Grafenau die Klosterkirche Aldersbach. Dabei erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer interessante Einblicke in die Geschichte und Architektur der barocken Kirche. Ebenfalls besichtigt wurden die Lorettokapelle sowie die Portenkapelle, die als bedeutende Bestandteile der ehemaligen Klosteranlage gelten.

In einer gemeinsamen Gebetsandacht gedachten die Besucherinnen und Besucher der Opfer des schweren Erdbebens in Venezuela und schlossen deren Angehörige sowie alle von der Naturkatastrophe Betroffenen in ihre Fürbitten ein.

Den gelungenen Tagesausflug ließ die Gruppe schließlich bei einem gemeinsamen Abendessen im Bräustüberl Aldersbach in geselliger Runde ausklingen. Dabei wurden die vielfältigen Eindrücke des Tages noch einmal vertieft und der Austausch innerhalb des Kreisverbandes gepflegt. Die Teilnehmer zeigten sich sehr erfreut über das abwechslungsreiche Programm, das sowohl interessante Einblicke in ein modernes Industrieunternehmen als auch kulturelle und spirituelle Höhepunkte miteinander verband.

>>>Nicole Polleichtner

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