Brot für Syrien

„Brot für Syrien – Brot für den Frieden“ - Unser Hilfsprojekt für eine geschundene Region

 

Dr. Hanna Ghoneim ist ein freundlicher, bescheidener Mann. Der aus Syrien stammende katholische Priester, arbeitet als Seelsorger in Wien.

Im Gespräch mit ihm bemerkt man allerdings schnell die Energie und Begeisterung die er in seine Aufgabe als Priester und vor allem in den von ihm gegründeten Hilfsverein „Korbgemeinschaft“ steckt.

Mit dieser hat er zusammen mit ein paar Freiwilligen viel für sein Heimatland Syrien erreicht. Schon seit über 5 Jahren schickt er zusammen mit KAB Gruppen aus Deutschland jährlich mehrere Container Hilfsgüter in sein Heimatland.

Nun ist sein Herzensprojekt endlich in Betrieb gegangen. Eine Großbäckerei, welche die notleidende Bevölkerung in der Region mit Brot versorgen soll.

Die Bäckerei wurde im Dorf Maaruneh errichtet, welches sich in der Nähe von Damaskus befindet und dessen Bevölkerung zum großen Teil der Melkitischen Kirche angehören.

Die Melkitische Kirche ist eine griechisch-katholische Kirche, folgt dem Byzantinischen Ritus, ist jedoch mit Rom uniert und gehört somit zur großen Familie der katholischen Kirche. Die örtliche Pfarrgemeinde St. Johann-Baptist in Maaruneh hat ein Grundstück für die Bäckerei zur Verfügung gestellt, die Trägerschaft für das Projekt das griechisch-katholische Patriarchat in Damaskus übernommen.

Der erste Bauabschnitt beinhaltet die Großbäckerei, welche jetzt in Betrieb gegangen ist, in weiteren Bauabschnitten sind ein Sozialmarkt, welcher neben Brot auch weitere Artikel des täglichen Bedarfes an Bedürftige abgibt, und ein Bildungshaus in Planung.

Die Bäckerei bietet Arbeitsplätze für 40 Personen, was bedeutet, dass 40 Familien ein Auskommen haben.

Die Bäckerei ist ein Projekt der katholischen Kirche, dass Brot gehört allen, Christen und Muslimen, wie Dr. Hanna Ghoneim in einem Interview unmissverständlich betonte. Bei der Verteilung wird nicht nach Religion und Konfession unterschieden.

 

Die Bäckerei produziert schon seit ein paar Monaten Brot, nur gibt es mittlerweile Probleme beim Transport in die teils abgelegenen Dörfer, in denen das Versorgungsproblem am größten ist. Transport, öffentlicher Nahverkehr ist durch die Situation im Land massiv beeinträchtigt, Privatpersonen erhalten nur noch rationiert Treibstoff.

Wir haben uns entschlossen zu helfen, wir wollen der Bäckerei einen Transporter zur Verfügung stellen. Der Diözesanvorstand der KAB beschloss die Unterstützung des Projektes, die Christliche Arbeiterhilfe e.V.  (CAH) übernimmt die Projektträgerschaft, Vorfinanzierung und die Spendensammlung. Auch die Christliche Arbeiterjugend (CAJ) unterstützt das Projekt, sammelt Spenden, auch andere Jugendverbände und Jugendbüros haben Interesse und Unterstützung signalisiert.

Unter der Leitung des stellvertretenden KAB-Präses Diakon Dieter Stuka bildete sich eine Projektgruppe, welche das Projekt durchführt und steuert.

Aus der Überlegung heraus, dass ein gebrauchtes Fahrzeug unter den ungünstigen Bedingungen im Land anfällig ist, dort ein Mangel an Ersatzteilen und Spezialwerkzeugen für westliche Hersteller besteht, haben wir uns entschlossen einen Transporter vom Typ UAZ zu kaufen und diesen auf die Bedürfnisse einer Bäckerei umrüsten zu lassen. Hierbei handelt es sich um einen technisch simplen aber sehr robusten Allradkleintransporter aus russischer Produktion, der gut mit schlechten Straßen, extremen Wetterbedingungen, schlechtem Sprit zurechtkommt und ohne Spezialwerkzeuge und IT-Technik repariert werden kann.

Den Umbau auf die Bedürfnisse der Bäckerei übernehmen Fahrzeugbaufirmen aus unserer Region. Das Fahrzeug wird nach durchgeführtem Umbau in die Zielregion überführt.

„Brot für den Frieden“ ist allerdings nicht nur das Projekt der Projektgruppe, der CAH oder des Diözesanvorstandes, es ist unser Projekt als Katholische Arbeitnehmer-Bewegung in der Diözese Passau. Es ist auch das Projekt der unterstützenden Verbände und Pfarreien.

Wir alle sind aufgerufen zu unterstützen. Als Kreis- und Ortsverbände, auch als Einzelpersonen. Gerade in Zeiten des Corona-Lockdowns sind wir aufgerufen zusammen an der guten Tat zu arbeiten. Als Kreis-und Ortsverbände können wir Spenden für das Projekt sammeln, und dabei durchaus kreativ werden. Aufrufe in lokalen Medien, Vereinbarungen mit lokalen Bäckereien, welche nach dem Rezept der Bäckerei gebackenes Brot als Spendenbrot verkaufen, Spendenboxen bei Einzelhändlern (die zu Zeit Öffnen dürfen) und vieles mehr ist möglich. Sobald der Lockdown gelockert wird, können wir auch Vorträge für Veranstaltungen anbieten, teilweise sogar mit Dr. Hanna Ghoneim als Referent.

Hier auf dieser Internetseite können Sie sich in Zukunft über den Verlauf des Projektes informieren, sich Ideen zur Spendensammlung einholen aber auch Infomaterial abrufen.

Wollen Sie sich an der Projektgruppe beteiligen, Projektideen einbringen, weitere Informationen zu dem Projekt einholen, Material für Ihren Verband, Ihre Gruppe bestellen, wenden Sie sich an die KAB Geschäftsstelle/CAH Geschäftsstelle in Freyung, Email kab.frg@t-online.de, telefonisch 08551-1506.

Persönlich Spenden können Sie unter:

Christliche Arbeiterhilfe Diözesanverband Passau e.V.

Liga Bank Passau

IBAN DE07 7509 0300 0004 3071 86

BIC GENODEF1M05

Kennwort: Brot für den Frieden

Schaffen wir zusammen etwas Gutes.

Heinz Neff

Ein "Kastenbrot" bringt Brot

 Die Made in Russia" GmbH aus Prutting unterstützt unser Projekt "Brot für Syrien". Ein Fahrzeug mit dem passenden Namen UAZ Buchanka (Kastenbrot), wird nach diversen Umbaumaßnahmen, durch Firmen aus unserer Region, das Brot aus der Bäckerei, welche Pfarrer Hanna Ghoneim mit der Korbgemeinschaft nahe Damskus errichtet hat, zu den bedürftigen Menschen bringen.

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